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„ausBildung – Jugend braucht Perspektive“


so hieß das Motto der Gesprächsrunde von SchülerInnen der 10. Klassen der ISS mit Fr. Dr. Giffey (Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport in Neukölln), Fr. Locklair (Leiterin des Dezernat Schule im Erzbistum Berlin) und Hr. Sielaff (Jugendpolitischer Sprecher der CDU in der Bezirksversammlung Tempelhof-Schöneberg) anlässlich des Josefstages 2015.

„Politik fängt da an, wo ich mich mehr, als nur für mich selbst interessiere!“ Mit diesem Satz begann Fr. Dr. Giffey ihre Vorstellung in der Runde und erzählte auf Nachfrage einer Schülerin, dass sie eigentlich Lehrerin werden wollte, als sie nach dem Abitur die Schule verließ. Auch Frau Locklairs Berufswunsch ging zunächst in eine völlig andere Richtung und änderte sich, nachdem sie zwei Wochen Praktikum in diesem Berufsfeld gemacht hatte. Und das Herr Sielaff, der als Kind mit seinem Vater auf SPD-Veranstaltungen war und sogar von Willi Brand auf den Arm genommen wurde, sich heute bei der CDU engagiert, zeigt ebenfalls, das Lebens- und Berufswege häufig viel verschlungenere Wege gehen, als man zu Beginn denkt, erhofft oder auch befürchtet.

Und so war es eine ausgesprochen interessante Gesprächsrunde, die in der Aula der Marienschule am Montag vor den Osterferien zusammensaß, umringt von Mitschülern, den Schulleitungen und einigen geladenen Gästen. Während die Fragen der Erwachsenen in Richtung der Berufswünsche und Lebensvorstellungen heutiger Schüler gingen, interessierte die Schüler ob und wenn ja, welche Einflussmöglichkeiten sie auf die Politik von heute haben. Alle drei Gäste machten den Schülerinnen Mut, sich zu engagieren und „über den eigenen Tellerrand“ hinaus zu schauen, ganz gleich ob in einer Partei, einem Verein oder in einer Kirchengemeinde. Einig waren sie sich auch, dass Bildung ein ganz wichtiger Bestandteil von Lebensperspektiven ist. Doch dass das nicht für alle Kinder und Jugendlichen gleich selbstverständlich ist, davon wusste besonders Fr. Dr. Giffey als Stadträtin von Neukölln zu berichten. Viele Kinder und Jugendlichen haben aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Eltern, ihres Migrationshintergrundes oder schwieriger persönlicher Lebensumstände nur sehr eingeschränkte Chancen und Möglichkeiten einen guten Schulabschluss oder einen Ausbildungsplatz zu bekommen.


Der Josefstag ist ein gemeinsamer Aktionstag des BDKJ und anderer Träger/Verbände der Jugendhilfe, der auf diese Missstände aufmerksam machen will. Das „Jobmobil“ des BDKJ Berlin und die „Theophanu gGmbH“ mit ihren MitarbeiterInnen in der Schulsozialarbeit und der Ganztagsbetreuung an Schulen, sind Projekte der Jugendsozialarbeit, die Jugendliche und Kinder auf ihrem Weg zu einer Berufs- und Lebensperspektive unterstützt.

Regina Schöpe


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