Überschrift der Mariensachule
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Aug. 1948
Die wohlwollende Haltung der alliierten Militärbehörden, der positive Bescheid von Gesundheitsamt und Feuerwehr nach Überprüfung der provisorischen Schulräume ließen Hoffnung auf Genehmigung durch das Hauptschulamt aufkommen. Nach Kanzelvermeldungen in St. Clara und den umliegenden Pfarreien über die Eröffnung einer kath. Schule kamen in kürzester Zeit 600 Kinder für die Jahrgänge 1 bis 5 zusammen. Mit diesen Zahlen hatten wir nicht gerechnet. Herr Pfarrer Blaesing von der Nachbarpfarrei St. Eduard überließ wie Herr Rat Trawnik allen verfügbaren Raum der Schule. Opferbereite Eltern halfen mit allerlei Mobiliar, diese Räume auszustatten.
Die Genehmigung von Seiten der Behörden blieb aus; von amerikanischer Seite versprach man stillschweigende Duldung.

01.09.1948
Mit dem Tag des allgemeinen Schulbeginns entschied Rat Trawnik: "Wir fangen an!"
Klassenraum Zu allen materiellen Nöten kam der scharfe Protest der Behörden. Die Schule wurde in Wort und Schrift als "illegal" bekämpft. Die Kinder erhielten keine Schulspeisung, keine Fahrgeldermäßigung. Auch das fehlende Heizmaterial war in diesem kalten Winter sehr spürbar. Schichtunterricht von morgens 8.00 Uhr bis nachmittags 16.30 Uhr wurde in Kauf genommen. Trotz aller Härten konnte das erste Schuljahr gut abgeschlossen werden.

1949/50
HeimatkundeunterrichtFür das Schuljahr 1949/50 meldeten sich über 300 Kinder, darunter 190 Schulanfänger, zur Aufnahme. Um diesem Zustrom gerecht zu werden, erwies sich der Bau eines eigenen Schulhauses als dringende Notwendigkeit. Aber Geldmittel waren nicht vorhanden. So reiste Rat Trawnik nach Rom und erbat für seine Schule eine Bauspende von Papst Pius XII, mit der auf pfarreigenem Grundstück in derSchulhaus in der Kienitzer Straße Kienitzer Str. 18 der Bau eines provisorischen Schulhauses begonnen werden konnte. Doch die geringen Mittel reichten nur für sechs Klassen, d. h. für das Kellergeschoß und zwei Stockwerke, die mit flacher Decke abgeschlossen wurden. Dieser Teilbau wurde am 22.09.1950 von Herrn Kardinal von Preysing eingeweiht.

Seit Beginn des Schuljahres waren die neuen Klassen doppelt gefüllt, und noch immer musste Schichtunterricht für die 920 Schüler gehalten werden.
Herr Rat Twarnik entschloss sich, mit einer Kreditaufnahme weiterzubauen und den geplanten 2. bis 4. Stock aufzusetzen. Das geschah über den Köpfen der lernenden Klassen. Gott sei Dank ist kein Kind ernstlich zu Schaden gekommen,  und im Oktober 1951 konnte der Bau bezogen werden.

Okt 1951
Nach einem feierlichen Pontifikalamt in St. Clara weihte Bischof Wilhelm Weskamm das nun vollendete Schulhaus ein. Schulhaus KnusperhäuschenAnschließend besuchte er das so genannte "Knusperhäuschen" Karl-Marx-Str. 146, einen unfertigen Kindergartenbau, dessen Räume der Schule zur Verfügung gestellt wurden.

1951/52
Das Schuljahr 1951/52 brachte eine große organisatorische Schwierigkeit: Die allgemeine Vorverlegung des Versetzungstermins. Das bedeutete, dass innerhalb von anderthalb Jahren zwei Schuljahre bewältigt werden mussten. Mit dem Osterbeginn erfolgte die Überleitung in die dreiteilige Form der Oberschulklassen, in den Praktischen, den Technischen und den Wissenschaftlichen Zweig. In der St. Marienschule gab es je zwei Klassen der OPZ und der OTZ für Mädchen und Jungen und eine Klasse der OWZ für Mädchen. Inzwischen war die Schülerzahl auf 1100 gestiegen. Finanzsorgen rückten aber Neubaupläne noch in weite Ferne.

März 1955
Trotz aller Bedrängnisse wurde der Schuljahresabschluss am 17./18.03.1955 in froher Gemeinschaft mit den Eltern und Freunden der Schule begangen.

Juni 1955
Eine unerwartete Zwischenlösung in der Raumnot bot sich an: Ein Verwaltungsgebäude neben dem Neuköllner Stadion, Oderstr. 3a, Ecke Siegfriedstr., konnte für einen Zeitraum von sieben Jahren gepachtet werden. Wohlwollende Zusammenarbeit aller Instanzen ermöglichte es, innerhalb von acht Wochen den Bau für die Schule bezugsfertig zu machen.

14.11.-16.11.1955
Der Umzug der Oberschulklassen unter tatkräftiger Hilfe von Eltern, Lehrern und Schülern glich einem fröhlichen Fest. Für die 550 Oberschüler standen nun 17 neue Klassenräume, sechs Fach- und vier Verwaltungsräume zur Verfügung. Der Schichtunterricht war damit endgültig abgeschlossen, und am 17.11.1955 begann für die Oberschule der Unterricht in den neuen Räumen, die am 21.11.1955 von Bischof Weskamm eingeweiht wurden. Die Grundschule blieb in den bisher genutzten Räumen zurück.

neue Oberschule 1955


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Schulchronik


Einiges über die Anfänge der Armen Schulschwestern v.U.L.Fr.


Alles fing mit Maria Theresia v. Jesu Gerhardinger an, der wohl bedeutendsten Maria TheresiaPädagogin des 19. Jahrhunderts.
Karolina Gerhardinger (* 20. Juni 1797 in Regensburg-Stadtamhof; † 9. Mai 1879 in München), Ordensname Maria Theresia von Jesu, war eine Ordensschwester und Gründerin der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau. Sie wurde am 17. November 1985 in Rom selig gesprochen.

Die von ihr gegründete Kongregation sieht ihre Aufgabe im Bereich der Erziehung und Bildung junger Menschen. Heute arbeiten weltweit in mehr als 30 Ländern der Erde etwa 5000 Schulschwestern in Kindergärten, Kinder- und Jugendheimen, Horten und Tagesheimen, allgemeinbildender und Berufsschulen wie Volksschulen, Realschulen, Gymnasien, Fachakademien und Colleges.
im Alter von nur zwölf Jahren zur Lehrerin ausgebildet, arbeitete sie bereits mit 15 Jahren in diesem Beruf. Sie erkannte bald, dass die schulische Ausbildung vor allem der Mädchen aus ärmeren Bevölkerungsschichten völlig unzureichend war. Mit 25 Jahren entschloss sie sich zu einem Leben als Ordensfrau.

Den von ihr gegründeten Orden nannte sie „Arme Schulschwestern“, das erste Kloster errichtete sie im oberpfälzischen Neunburg vorm Wald. Wegen Raummangels wurde das Mutterhaus der Armen Schulschwestern im Jahr 1843 von Neunburg in das frühere Klarissenkloster am Anger nach München verlegt.

Die von ihr geführte Schule wurde bald zu einer Musterschule. Karolina wirkte auf dem Gebiet der Erziehung und des Unterrichts bahnbrechend durch ihren ganzheitlichen Ansatz. Mustergültige Lehrpläne umfassten modernen Anschauungsunterricht, hauswirtschaftliche und kaufmännische Fächer, Fremdsprachen, musische Bildung und Turnen.
Der neue Orden verbreitete sich rasch in viele Länder, ab 1847 auch in Nordamerika.
Am Lebensende von Mutter Theresia Gerhardinger gab es bereits 166 Niederlassungen in Europa und 125 in Nordamerika mit insgesamt etwa 3000 Schulschwestern.

Interessant sind Klassenaufnahmen aus dieser Zeit bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Es herrschte an den Schulen "Zucht und Ordnung", die Kinder auf den Fotos schauten ernst in die Kamera, sie mussten sich "würdevoll" verhalten.

Anders war es an den Schulen des Ordens der Armen Schulschwestern. Hier war auch in dieser Zeit Lachen erwünscht. Leider sind aus dieser Zeit davon keine Fotos verfügbar.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden in Deutschland fast alle Schulen der Armen Schulschwestern geschlossen, so auch das Provinzial-Mutterhaus in Breslau. Damals wanderten viele Kandidatinnen und Schwestern nach Nord- und Südamerika sowie in andere europäische Länder aus.


Nach Kriegsende kamen diese Schwestern unter Leitung der Schwester M. Hiltrud Dudek nach Berlin-Neukölln, um hier eine neue Schule entsprechend ihren Idealen und ihrem Glauben aufzubauen. © unter Verwendung von Texten von Wikipedia

Kurzfassung der von Sr. M. Hiltrud Dudek erstellten Chronik zum 30jährigen Schuljubiläum.


1948/49
Mit diesem Schuljahr begann die Arbeit der St. Marienschule in Berlin-Neukölln, in einer Zeit, die durch die Blockade der Stadt Berlin gekennzeichnet war. In der Pfarrei St. Clara mit ihrem damaligen Pfarrer, dem Geistlichen Rat Trawnik, konnten die aus Schlesien vertriebenen Schulschwestern mit ihrer Tätigkeit beginnen. In den Anfängen standen scheinbar unüberwindliche Schwierigkeiten dem Werk entgegen.

Schule im Pfarrhaus




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