Überschrift der Mariensachule
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1967/68
Einen spürbaren Engpass im Schulalltag bereitete uns das Fehlen einer eigenen Turnhalle. Zwar fanden unsere Klassen freundliches Entgegenkommen in städtischen Hallen; im Sommerhalbjahr durften wir weiterhin das Neuköllner Stadion an der Oderstraße benutzen. Doch längere Anmarschwege und Zeitverluste gehörten für das Fach Turnen zum Schulalltag.
Wie waren Lehrer und Schüler froh, als sie im Schuljahr 1967/68 die neue, große Turnhalle mit anschließender Gymnastikhalle zu Sport und Spiel in Gebrauch nehmen konnten.

01.01.1970
Für die St. Marienschule wirkte sich mit den Jahren der Mangel an ordenseigenen Lehrkräften negativ aus. Die Ordensgemeinschaft als Träger der kath. Privatschule war auch bei sparsamster Lebensweise ihrer Mitglieder nicht mehr in der Lage, die steigenden Kosten des Schulbetriebs, die Personal- und Sachkosten aus eigenen Mitteln aufzubringen. Sie sah sich veranlasst - wie vor ihr auch andere kath. Schulen Berlins - das Bischöfliche Ordinariat um Übernahme der Trägerschaft und Verwaltung der Schule zu bitten, was ab 01.01.1970 geschehen ist.

01.09.1973
Das 25jährige Bestehen der St. Marienschule wurde am Jahrestag ihrer Gründung, am 01.09.1973, festlich begangen mit einem Pontifikalamt, das Herr Kardinal Bengsch in der vollbesetzten Johannes Basilika mit der Schulgemeinde feierte. In der Schule schloss sich ein Festakt an. In den darauffolgenden Tagen gab es einen Jubiläumsball im "Prälaten Schöneberg", ein Hallensportfest der Grundschule in der Sporthalle Schöneberg und ein großes Kinderfest, das die Schüler der Oberschule für die Klassen der Grundschule auf dem Gelände in der Donaustraße gestalteten. Am Abend winkte den einsatzfreudigen Oberschülern Tanz und Musik in der Turnhalle. Hocherfreut hat uns die Anteilnahme des Heiligen Vaters, Papst Paul VI. an unserem 25jährigen Jubiläum: Er sandte uns - auf Vermittlung der Generaloberin der Schulschwestern aus Rom - eine Urkunde und seinen Apostolischen Segen.

1974Blick zum Altar der Schulkapelle
Beim Bau des Schwesternhauses hatte man in der Planung bereits an die Errichtung einer Kapelle gedacht, die sich allerdings noch 12 Jahre als Provisorium im KeIlergeschoss des Fachtraktes befinden sollte. Erst am 12.09.1974 weihte Herr Kardinal Bengsch dieses Gotteshaus ein, das nicht nur dem Konvent der Schwestern sondern auch der Schule zur Verfügung steht.

1973/74
Die Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe ab 1973 erforderte zusätzliche Kursräume. Hinzu kam die Umgestaltung der Fachräume für Biologie und Bilden­de Kunst, so dass 1978 durch einen Anbau an den Klassentrakt mit drei grö­ßeren Klassenräumen die Raumnot vorläufig beseitigt wurde.

1978
Nach fünf Jahren schon wieder ein Jubiläum? Die Freunde der Kath. Schule „St. Marien" engagierten sich in hervorragender Weise, wie auch sonst sehr zum Wohl "ihrer" Schule, dass das 30jährige Bestehen besonders festlich begangen wurde. Dem eigentlichen Patronatstag ging ein Kinderfest der Grundschule auf dem Gelände der Oberschule voraus, das sich durch den außerordentlichen Einsatz von Eltern, Lehrern und Oberschülern zu einem wahren Volksfest gestaltete. Gleich am Toreingang drehte sich ein Kinderkarussell. und zwischen allerlei Zeitvertreib auf dem Hof und Turnplatz und in den Klassenräumen ließ der Bläserchor des Don-Bosco-Heimes beschwingte Musik erschallen.

Das eigentliche Patronats- und Jubiläumsfest wurde am 21.09.1978 begangen. Den feierlichen Gottesdienst in der St. Bonifatiuskirche zelebrierte Herr Kardinal Bengsch, der auch am Festakt in der Schule teilnahm.

Nach vielen Glück- und Segenswünschen für die weitere erfolgreiche Arbeit der St. Marienschule belegen stolze Zahlen ihre bisherigen Leistungen: Im Zeitraum von 1952 - 1978 haben 780 Schülerinnen und Schüler die OPZ bzw. Hauptschule mit einem Abschlusszeugnis verlassen; in der OTZ bzw. Realschule waren es 1250 Schülerinnen und Schüler; in den Jahren 1960 - 1978 legten mit Erfolg 378 Schülerinnen und Schüler das Abitur an der Kath. Schule St. Marien ab. Alle Bischöfe des Berliner Bistums bekunden stets ihr reges Interesse an den kath. Privatschulen. So setzte sich auch Herr Kardinal Meisner mit Vertretern aller katholischen Schulen zu einer Gesprächsrunde in der St. Marienschule zusammen, die seit 1975 unter der Leitung von OStDir. Schlede stand.

12.09.1983
Im achten Jahr seiner Amtsführung bewirkte er die hohe Auszeichnung Bundesverdienstkreuzseiner Vorgängerin, Sr. M. Hiltrud Dudek, mit dem Bundesverdienstkreuz. Die feierliche Überreichung fand am 12.09.1983 durch Herrn Senator Hassemer statt.
In seiner Laudatio würdigte er und alle weiteren Redner des Tages die großen Verdienste um die St. Marienschule, die sich Sr. Hiltrud in 27 Jahren als Schulleiterin von 1948 - 1975 erworben hat.
Festliche Höhepunkte gaben dem Schulalltag die Würze. Stellvertretend für alle Lehrer und Helfer in ihrem manchmal aufreibenden täglichen Einsatz sehen wir hier Herrn Sauter-Servaes beim experimentellen Chemie-Abitur. Wenige Jahre später war er bereit, eine noch größere Bürde zu übernehmen, nämlich die des Schulleiters.

1991
Nachdem Herr Schiede im Frühjahr 1991 die KSSM/O verlassen hatte und die Zeit des "Interregnum" durchgestanden war, übernahm Herr Sauter-Servaes die Leitung und steuerte seit Januar 1992 das Schiff "St. Marien Oberschule". Offenbar ist sie im Bereich der katholischen Schulen auch interessant für Herrn Kardinal Sterzinsky, der sie am 14.0.61995 besuchte, um sie und ihre Lehrkräfte kennenzulernen.

1995
Er war auch mitten unter den Schülern und Lehrern in Altbuchhorst, als sie dort am Ende ihres "Missiomarsches 1995" Rast machten. In einem Wortgottesdienst mit Herrn Kardinal Sterzinsky dankten die "Läufer" des Bernhardinums und der KSSM/O dem Schöpfer aller Dinge für das wunderbare Wunderwetter und den guten Erlös ihrer gesponserten Kilometer.
Zugunsten der Straßenkinder in Brasilien, genauer als Unterstützung der Ausbildung in einer Landwirtschaftsschule in Fusagasuga/Kolumbien, "erwanderten" sie ein Spenden Geld von 23.651,00 DM. Auch der zweite Missiomarsch 1997 brachte ein stolzes Ergebnis in dieser Größenordnung.

1997/98
Die Verbundenheit der Schüler mit "ihrer" Marienschule drückt sich aus in dem Modell der Klasse 8 H im Schuljahr 1997/98, das sie im Projektunterricht oft in liebevollen Details mit Rosenbeeten und Fischteich erstellt haben.
Dem Rückblick auf ein halbes Jahrhundert Erziehungsarbeit in Berlin-Neukölln lässt sich nur hinzufügen: Möge der Segen Gottes weiterhin auf der St. Marienschule ruhen!

Sr. Inigo Rossa



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Schulchronik - Fortsetzung


Kurzfassung der von Sr. M. Hiltrud Dudek erstellten Chronik zum 30jährigen Schuljubiläum (Fortsetzung).


16.12.1955
SchreibmaschinenunterrichtNach mehreren positiven Revisionen seitens der Schulbehörde wurde der St. Marienschule, und zwar der Grundschule, der OPZ und der OTZ, am 16.12.1955 die Eigenschaft einer anerkannten Privatschule verliehen. Diese Anerkennung brachte für die Eltern und die Schule manche Erleichterung, vor allem die Gewährung von Haushaltsmitteln. wie sie den öffentlichen Schulen zugewandt werden.


18.04.1956
Mit der Überreichung der Anerkennungsurkunde für unsere Oberschule des wissenschaftlichen Zweiges am 18.04.1956 war die Hoffnung auf den vollen Ausbau der St. Marienschule erfüllt.

1956/57
Im Schuljahr 1956/57 besuchten 590 Schüler in 19 Klassen die St. Marien-Oberschule und 678 Schüler in 20 Klassen die St Marien-Grundschule. Diese insgesamt 1268 Schüler wurden von 39 Schwestern und 18 weltlichen Lehrkräften unterrichtet.

24.02.1959
Seit Jahren arbeitete man am Plan eines Schulneubaues, für den HerrGeistliche Rat Trawnik, Pfarrer von St. Clara und Mitbegründer der St. Marienschule Rat Trawnik, der bereits aus dem Amt als Pfarrer von St. Clara ausgeschieden war, immer noch als treibende Kraft bezeichnet werden kann. Nicht nur die Finanzierung des großen Projektes "Neubau in der Donaustraße" war schwierig, sondern auch die Verhandlungen mit den Pächtern der Kleingartensiedlung des in Aussicht genommenen Grundstückes brauchten viel Zeit. Doch am 24.02.1959 konnte der Kaufvertrag über das Grundstück an der Donaustraße abgeschlossen werden.

1959/60
Ein denkwürdiger Tag war der 15.02.1960: Erstes Abitur an der St. Marien-Oberschule! Die ersten 14 Prüflinge haben es bestanden! Im Februar und März des Jahres gab es einige Assessoren- und Lehrerprüfungen.

31.03.1960
Es verließen 139 Schülerinnen und Schüler aus OPZ und OTZ die St. Marien ­Schule. Der Ablauf des Pachtvertrages für die "Oderstraße" rückte immer näher, und endlich traf die langersehnte baupolizeiliche Genehmigung für das "Projekt Donaustraße" ein.

08.09.1960
Das Muttergottesfest Mariä Geburt wurde zum Tag der Grundsteinlegung bestimmt. Er wurde ein Tag der Freude für die gesamte Schulgemeinschaft. Herr Rat Trawnik verlas die im Grundstein einzumauernde Urkunde.

1961
Während in der Oderstraße die Vorbereitungen zum Schuljahres-abschluss liefen, konnte man am 16.02.1961 am Bau in der Donaustraße die Richtkrone aufgesetzt werden. Schulchor und Instrumentalgruppe gestalteten den Festakt, der von vielen Zuschauern auf der Donaustraße mitverfolgt wurde.

Richtfest

24.02.1961
Eine Woche später legten 13 Schülerinnen in der Oderstraße ihr Abitur ab. Es war das zweite Abitur der St. Marien-Oberschule.

13.08.1961
Schwarzer Tag für Berlin! Absperrung des Ostsektors! Verlust einer Reihe von Schülern! Trennung von den im Ostteil der Stadt arbeitenden Schulschwestern!

03.10.1961
Schwester HiltrudMit der Grundsteinlegung für das Schwesternhaus wurde der zweite Bauabschnitt, zu dem auch der Klassentrakt gehörte, in Angriff genommen. Während der Bauzeit erfuhr die St. Marienschule eine großzügige Hilfeleistung durch die amerikanischen Besatzungstruppen. Auf Vermittlung des kath. Geistlichen der Berlin-Brigade arbeiteten fleißige Jungmänner vier Wochen lang mit großen Planierraupen auf dem Schulgelände und verlagerten 5.000 m3 Erdreich, das vom U-Bahn-Bau in Britz zur Verfügung stand. Sie leisteten fachmännische Arbeit in freundlicher Art und sagten: "Für Kinder tun wir gern etwas!"

Febr./März 1962
Auf den 19.02.1962 fiel das dritte Abitur der St. Marien-Oberschule, das von 15 Schülerinnen bestanden wurde. In der Donaustraße konnte das Richtfest des 2. Bauabschnitts gefeiert werden. Doch nun begann ein Wettlauf mit der Zeit, denn bis zum 14.07. musste das Haus in der Oderstraße geräumt sein.

Juli/Aug.1962
Foto von der Donaustrasse Am 07.07.1962 schloss der reguläre Unterricht, und am Montag, 09.07.1962, begann der Umzug mit vielen freiwilligen Helfern. Auch die Ferien waren in der Donaustraße Wochen intensiver Arbeit für die Schwestern und einiger Helfer. Zusammen schafften sie es, die Räume bis zum Schulbeginn am 23.08. schlüsselfertig zu machen.

12.09.1962
Das Fest Mariä Namen, das von Anfang an als Patronatsfest der St. Marienschule begangen wurde, gab den feierlichen Rahmen zur Einweihung des Neubaues durch Herrn Erzbischof Alfred Bengsch. Nach einem Festgottesdienst der Schulgemeinschaft in St. Cloro ging der Erzbischof segnend durch die Schulräume.



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