Am 15. Mai 2026 hatte ich im Rahmen des Deutschen Katholikentags die Gelegenheit, als Mitwirkende an einer Podiumsdiskussion mit Bundeskanzler Friedrich Merz teilzunehmen. Unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ kamen insgesamt 16 junge Menschen zusammen, um ihre Fragen, Erfahrungen und Perspektiven in die politische Debatte einzubringen.
Für die Mitwirkenden wurden im Vorfeld verschiedene Themenkomplexe vorgegeben, darunter unter anderem die Zukunft der Demokratie, gesellschaftlicher Zusammenhalt, politische Teilhabe sowie die Frage, wie gesellschaftliches Zusammenleben angesichts stärker werdenden Populismus gelingen kann. Aus diesen Themenbereichen entschied ich mich für den letztgenannten Schwerpunkt.
Im Zuge meiner Recherche stieß ich auf den Demokratiemonitor 2026. Besonders aufmerksam wurde ich dabei auf einen Widerspruch: Während 82 % der Menschen demokratische Grundwerte unterstützen, erleben nur 29 % Demokratie als tatsächlich funktionierend. Diesen Gegensatz wollte ich in meiner Frage aufgreifen.
Meine vorbereitete Frage lautete:
„Welche Maßnahmen ergreift die CDU angesichts zunehmender populistischer Polarisierung, um politischer Entfremdung – besonders unter jungen Menschen – entgegenzuwirken?“
Auch wenn ich meine Frage am Ende leider nicht mehr stellen konnte, war die Diskussion für mich sehr interessant zu verfolgen. Besonders spannend fand ich die Bandbreite der Themen und Persönlichkeiten auf dem Podium.
Die Teilnahme an der Veranstaltung hat mir gezeigt, wie unterschiedlich politische Debatten geführt werden, wie verschieden junge Menschen auf dieselben Themen blicken und wie wichtig es ist, Fragen zu stellen, sich zu trauen, zur eigenen Meinung zu stehen und diese auch aktiv zu vertreten – auch dann, wenn man nicht immer eine direkte oder zufriedenstellende Antwort bekommt.
Eftichia Chalkopios (Schülervertreterin)
