Heute starten die Projekttage an der KSSM. Wir — Lana, Anastasia, Lucian, Laura, Melina und Alan — haben uns gemeinsam mit Herrn Frey vorgenommen, verschiedene Projekte zu besuchen und darüber zu berichten. Dazu gehen wir in die einzelnen Projektgruppen, führen Interviews mit Teilnehmenden und sammeln Eindrücke von ihrer Arbeit und ihren Plänen für die Projekttage.

Große Vielfalt an Projekten

Es gibt eine große Auswahl an Projekten, einige sogar außerhalb der Schule. Am ersten Tag haben wir uns auf die Angebote in der Schule konzentriert. Von handwerklichen Aufgaben bis zur Arbeit am Computer ist alles dabei. Bei den Projekten geht es vor allem darum, neue Erfahrungen zu machen, Spaß zu haben, kreativ zu sein und etwas Neues zu lernen.

Ein Beispiel ist die Gruppe „Makramaniacs“. Dort stellen die Teilnehmenden nützliche und dekorative Dinge mit der Makramee‑Technik her — zum Beispiel Anhänger, Untersetzer oder dekorative Bänder.

Ein anderes Projekt heißt „Computerspiele programmieren“. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern Programmieren näherzubringen, ihre Kreativität zu fördern und zu zeigen, dass Technik sinnvoll genutzt werden kann.

Wer andere Interessen hat, konnte die Projektgruppe im ISS‑Haus besuchen. Dort wurde zusammen gekocht, Zeit miteinander verbracht und sogar eine eigene Wanduhr auf Leinwand gestaltet.

Auch Sportfans kamen auf ihre Kosten: Volleyball oder Baseball standen zur Auswahl. Wer Sport und Kreativität verbinden wollte, machte bei „Ungewöhnliche Sportarten“ mit.

Bewegendes Projekt zum Thema "Gewalt an Frauen"

Besonders beeindruckend war das Projekt von Frau Bick und Frau Labs mit dem langen Titel „Wenn man nach der statistischen Anzahl geht, besser keine Beziehung mit einem Mann eingehen“. Es beschäftigt sich mit häuslicher Gewalt und Femiziden. Unser Besuch hat uns gezeigt, wie wichtig dieses Thema immer noch ist. Die immer noch hohe Zahl an Femiziden durch Ex‑Partner oder Ehemänner hat uns nachdenklich gemacht. Viele Menschen gehen solchen Themen aus dem Weg, statt zu handeln. Die beiden Lehrerinnen möchten mit ihrem Projekt vor allem eines erreichen: Sensibilisierung und praktische Handlungsmöglichkeiten.

Selbstgemachte Marmelade

Ein weiterer Besuch führte uns zu „Mariens Marmeladenmanufaktur“ bei Frau Heck und Frau Möller. Dort konnten wir beobachten, wie die Schülerinnen und Schüler mit Freude ihre eigene Marmelade herstellen. Morgen gehen sie gemeinsam Erdbeeren pflücken und kochen dann Erdbeermarmelade. Die übrig gebliebene Marmelade wird an verschiedene Lehrkräfte verteilt. Wichtig dabei sind Absprache und Zusammenarbeit.

Solche Projekte stärken die Schulgemeinschaft, helfen beim Kennenlernen klassenübergreifender Leute und erlauben es, sich trotz des ausgefallenen Regelunterrichts kreativ zu entfalten und Neues zu lernen.

Showtime: Musical‑Projekt

Kreativ und musikalisch geht es im Projekt „Musical – Der Zeitsprung“ zu, geleitet von Frau Tautz und Herrn Anders. In drei Tagen entsteht ein Musical über vier Personen, die zueinander finden und durch Teamwork eine Gemeinschaft bilden. Am Ende wird das Stück im Theatersaal aufgeführt. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassenstufen zusammenzubringen. In kurzer Zeit studieren sie Tänze und Texte ein, bauen die Kulissen selbst und präsentieren das Ergebnis am letzten Tag.

Die Kunst der Performance

Ein weiteres kreatives Angebot ist „Performance Art“, geleitet von Frau Jesse und Frau David. Performancekunst liegt zwischen Theater und bildender Kunst — genau das sollen die Teilnehmenden kennenlernen. Heute haben sie sich erstmal mit der Form vertraut gemacht. Morgen steht ein Museumsbesuch an, um verschiedene Kunststile zu sehen. Danach arbeiten sie selbst praktisch an einer Performance.

Das war unser Bericht vom ersten Tag. Wir melden uns morgen wieder — dann sind wir weiter unterwegs.