Heute haben wir — Lana, Melina, Anastasia, Laura, Lucian und Alan — zusammen mit Herrn Frey die Feuerwache in Mitte besucht. Das Projekt, das von Herrn Nowotny und Frau Dr. Jobatey betreut wird, beschäftigt sich mit der Feuerwehr und dem Rettungswesen: Wir durften hinter die Kulissen schauen, mit Einsatzkräften sprechen und viel über ihren Beruf, ihre Aufgaben und den Alltag auf der Wache lernen.
Besonders beeindruckend waren die verschiedenen Einsatzfahrzeuge und die große Rutsche, über die die Feuerwehrleute im Notfall blitzschnell in die Halle hinunterrutschen. Außerdem hat uns überrascht, wie schnell die Teams ausrücken können — in etwa 1,5 Minuten ist der Einsatzwagen bereit. Auch das Thema Reanimation war sehr spannend; ein persönliches Highlight war für viele von uns die Vorführung der elektrischen Reanimation, bei der wir viel Neues über lebensrettende Maßnahmen gelernt haben.
Ziel des Projekts war, den Beruf der Feuerwehrleute besser kennenzulernen und zu verstehen, welche Aufgaben sie täglich übernehmen. Einige von uns hatten als Kinder schon davon geträumt, Feuerwehrmann zu werden — trotzdem würden die meisten diesen Beruf später wahrscheinlich nicht wählen, weil die Schichtarbeit abschreckend wirkt. Trotzdem haben wir großen Respekt vor der verantwortungsvollen Arbeit der Einsatzkräfte.
Während der Führung haben einige Feuerwehrmänner und -frauen uns ihre Arbeitsgeräte gezeigt. Außerdem konnten wir ein Interview mit einem von ihnen führen. Er erzählte, dass er schon mit fünf Jahren davon geträumt habe, Feuerwehrmann zu werden. Für ihn gebe es keinen typischen Arbeitsalltag, weil Einsätze immer anders seien und die Feuerwehr auf Hilfe und schnelle Entscheidungen angewiesen sei.
Für den Beruf solle man vor allem Leidenschaft, Flexibilität, Ehrgeiz und Hilfsbereitschaft mitbringen. Am meisten gefalle ihm die Vielfältigkeit des Berufs und die Möglichkeit, Menschen zu helfen. Einen Einsatz, der ihm besonders im Gedächtnis geblieben sei, sei sein erster großer Küchenbrand in Moabit gewesen— das habe ihn sehr geprägt. Den häufigsten Fehler von Menschen bei Notfällen sehe er darin, zu überreagieren; besser sei es, ruhig zu bleiben und die Situation konzentriert einzuschätzen. Seine Ausbildung habe 18 Monate gedauert und er habe zusätzlich eine handwerkliche Ausbildung abgeschlossen.
Das war unser Bericht vom Besuch der Feuerwache. Morgen gibt es dann den Bericht zum letzten Tag der Projektwoche — wir melden uns mit neuen Eindrücken.
