Zufrieden, beschwingt, begeistert verließen die Menschen am 13.03.2025 die Holzbänke der Kirche der St. Christopherus-Gemeinde, in der gerade das jährliche Konzert des Schulchores geendet hatte. Um 19 Uhr saßen die zahlreich erschienen Zuschauenden in den Bänken der Kirche, als das Licht gedämmt wurde. Mit Spannung wurde es still und alles schaute sich erwartungsvoll um.
Nach einigen wenigen Minuten, die den dramatischen Bogen spannten, lief der Chor über die Seitengänge ein und stellte sich wohlgeübt auf den Stufen des Altarraums – den Blick auf den Mittelgang gerichtet – auf. Kurz darauf, als der Applaus schon geendet hatte, erschien Herr Gietz, der Chorleiter, im Mittelgang, durchschritt diesen mit maßvollen Schritten, um sich sogleich an das E-Piano zu setzen.
Das darauffolgende mehr als einstündige Programm verschiedenster Chorstücke, die uns aufforderten zuzuhören, dem Chor akustisch durch die Luft und über Berge zu folgen, Träume zu träumen, das weite Wasser zu bewundern oder der Welt Heilung zu schenken, wurde lediglich durch Applaus und durch die anspruchsvollen und abwechslungsreichen Soli von Yolanda Bendukat(Q2), Lentje Nadolny(Q2), Jonathan Kiebel (Q4), Svenja Radig (Q4) und Massimo Moser (Q4) mit Stimme oder Instrument durchbrochen.
Während die Verwandten und Freunde sich reckten, um die richtige Person besser sehen oder fotografieren zu können, ist der Mut der Solisten und Solistinnen zu bewundern, sich dem (er-)wartenden Publikum zu stellen, das eben nicht nur aus den eigenen Freunden und Verwandten bestand. Selbst Massimo, der virtuos ein Präludium von J. S. Bach auf der Orgel vorspielte, entkam dank der geschickt fordernden Moderatoren Julia Knispel (Q4) und Raphael Pade (Q4) den Blicken und dem Jubel nicht. Diese führten das gesamte Publikum mit Wortwitz und Feingefühl durch den Abend, wofür sie zurecht von Herrn Gietz sehr gelobt wurden.
Auch Herrn Gietz wurde Lob und Dank zuteil, als die Chorsänger und Chorsängerinnen des vierten Semesters, die bald ihre Abschlussprüfungen angehen, traditionell ein Lied ohne die Leitung durch Herrn Gietz vortrugen. Mit „Möge die Straße“ verabschiedeten und bedankten sie sich für die gemeinsamen Jahre und die vielen Erlebnisse.
Mit standing ovations und Tränen des Abschieds bei den kommenden Abiturienten und Abiturientinnen endete das Konzert, aber natürlich nicht der Abend. Es wurde sich noch eifrig bei Häppchen und Getränken – dafür ein Dank an unseren Förderverein - anschließend ausgetauscht, bis sich alle in den Abend und den kommenden Alltag verabschiedeten. Was für ein herrlicher Abend!
Nadine Schönfeld (März 2025)