Drei Tage, 145 Kilometer und viele Eindrücke: eine Gruppe Neuntklässler*innen hat sich in der vergangenen Woche auf eine Radtour entlang des Berliner Mauerwegs begeben. Start war direkt an der Schule, von wo aus es im Uhrzeigersinn einmal rund um Berlin ging – immer auf den Spuren der ehemaligen Grenze, die die Stadt einst teilte.
Die Strecke führte die Gruppe durch Waldabschnitte, Felder, Stadtgebiete und vorbei an historischen Orten. In Hennigsdorf wurde ein alter Wachturm besichtigt, am früheren „Eiskeller“ – einem ehemals isolierten West-Berliner Ortsteil – kamen wir ohne Eskorte aus. Nicht ganz nach Plan lief es in Wannsee: Dort ließ uns die Fähre wortwörtlich stehen.
Insgesamt verlief die Tour jedoch erstaunlich reibungslos. Es gab lediglich drei platte Reifen, die von unseren Bikeprofis schnell behoben werden konnten. Pausen wurden zwar gemacht, aber meist kurz gehalten – die Tagesetappen waren sportlich getaktet. Trotz der Anstrengung blieben Motivation und Energie bis zum Schluss hoch.
Nach drei intensiven Tagen erreichte die Gruppe den Endpunkt an der S-Bahn-Station Bornholmer Straße – nicht nur geografisch ein Abschluss, sondern auch historisch bedeutsam. Die Tour hat Spuren hinterlassen: in den Beinen, aber auch im Kopf. Denn entlang des Mauerwegs wurde Geschichte erfahrbar – im wahrsten Sinne des Wortes.
Amelie Niederl und Daniel Fröhling