Schon lange hatte ich den Wunsch, mit Schülern und Schülerinnen in der Holzwerkstatt Modellflugzeuge zu bauen. Mir fehlte jedoch die Erfahrung damit und so blieb es vorerst nur ein Wunsch.

Bei einem Gespräch mit Herrn Doppel stellte sich heraus, dass er als Jugendlicher schon mit Modellflugzeugen geflogen war. Auch er war sofort von meiner Idee begeistert.

Von da an ging es relativ flott: Am Modellbau interessierte Schüler waren in der damaligen 8c schnell gefunden. So starteten wir im Schuljahr 24/25 mit unserem Projekt.

Unterstützt wurden wir vom Modellflugverein Adebar. Der Jugendwart des Vereins, Herr Franzke, stand uns fachlich über die gesamte Projektdauer zur Verfügung.

Wir starteten zur Einführung mit einem kleinen Wurfgleiter, ca. 70cm Spannweite und mit einer Folienbespannung. Hier merkten die Schüler schnell, wie filigran der Bau solcher Modelle ist. Zu den Winterferien waren die meisten Gleiter fertig.

 

Nicht alle Schüler konnten die Motivation aufrechterhalten. So verließen zwei Schüler zum Halbjahr die AG. Die Verbliebenen machten sich mit viel Enthusiasmus an die neue Aufgabe.

Dabei gab es viel zu beachten und einer umfangreichen Bauanleitung zu folgen.

Manches ging schief, aber mit ein bisschen Geschick und gutem Willen lösten wir alle Probleme.

Durch äußere Widrigkeiten verzögerte sich leider die Fertigstellung. So wurden die ersten 4 Flugzeuge erst Ende September 2025 fertig. Nach fachkundiger Prüfung der Modelle durch den Jugendwart des Vereins konnten wir nun in die Flugphase und damit in den spannendsten Teil des Projektes eintreten.

 

Bevor es aufs Flugfeld ging, hieß es, am Simulator zu üben. Schnell wurde klar, dass unsere zukünftigen Piloten kein Problem mit den Fingerfertigkeiten hatten, die eine Fernsteuerung erfordert. Und so konnten wir kurz vor den Herbstferien zweimal mit den Modellen aufs Flugfeld nach Seeburg bei Staaken. Der Jugendwart fungierte als Fluglehrer. Er brachte das Modell in eine sichere Fluglage und übergab dann dem Schüler, immer mit der Möglichkeit, sofort wieder eingreifen zu können. Der Korrekturbedarf wurde kontinuierlich weniger und so konnten unsere Modellbauer beim zweiten Termin schon fast ohne fremde Hilfe fliegen.

 

Leider wird es wetterbedingt und aus schulischen Gründen erst einmal keine weiteren Flugtermine geben, sehr zum Bedauern der Schüler.

Vielleicht geht noch etwas kurz vor den Sommerferien……..wer weiß!

 

Fazit: In dieser AG gingen Theorie und Praxis Hand in Hand: Physikalisches Wissen und handwerkliches Geschick flossen in bemerkenswerter Weise in das Produkt ein, mit dem die Schüler viel Spaß hatten.

Zur Erinnerung kann jeder Schüler sein Modell mitnehmen, auf Wunsch sogar voll ausgerüstet.

 

Besonders froh sind wir darüber, dass Frau Lena Hillebrand (Absolventin der Liebfrauen-Schule) das Projekt in einem Film eingefangen hat, sodass jede und jeder einen Eindruck gewinnen kann.

 

Sebastian Doppel und Andreas Birkner